Leckeres aus Bärlauch

Gesund, vielseitig und einzigartig im Geschmack: Bärlauch, im Volksmund auch als Knoblauchspinat bekannt. Schon fast in Vergessenheit geraten, erlebt Bärlauch seit einigen Jahren ein Comeback in deutschen Küchen. Eng verwandt mit Knoblauch, Schnittlauch und der Zwiebel, kann Bärlauch hierfür ein adäquater Ersatz sein. Bärlauch besitzt eine antibakterielle Wirkung und einen hohen Gehalt an Vitamin C. Aber aufgepasst – einen Großteil seines typischen Aromas und seiner gesundheitsfördernden Wirkung verliert Bärlauch durch Hitzeeinwirkung. Daher mischt man ihn häufig einfach unter bereits zubereitete Speisen und Salate. So lassen sich aus Bärlauch schnell Käuterquarks zubereiten und Suppen oder Saucen verfeinern. Vielen ist Bärlauch sicher als Pesto bekannt. Aber auch in einem Püree oder Risotto entfaltet Bärlauch sein charakteristisches Aroma.

Verwendung von Bärlauch

Von der Pflanze selbst können alle Teile in der Küche verwendet werden. Dennoch finden die Blätter die häufigste Verwertung. Empfehlenswert ist der Bärlauch vor allem frisch geerntet im Frühjahr. Vermischt man die Blätter mit einem gekochten Ei, würzt dieses mit Pfeffer und Salz, so erhält man einen unverwechselbaren Brotaufstrich. Wer Knoblauch nicht mag, aber dennoch gern Aioli genießen möchte, findet an Bärlauch sicher seine Freude. Die Verwendung von Bärlauch in der Aioli macht sie milder im Geschmack. Blattsalate lassen sich mit Bärlauchöl und Bärlauchessig geschickt verfeinern.

Für die Herstellung von Bärlauchöl benötigt man lediglich geeignete Flaschen, 6 Bärlauchblätter und 0,7 Liter Olivenöl. Die getrockneten Bärlauchblätter füllt man in die Flaschen und übergießt sie mit Olivenöl. Die geschlossenen Flaschen werden dann für mindestens eine Woche an einem dunklen, kühlen und trockenen Ort gelagert.
Bei der Herstellung von Bärlauchessig ersetzt Weißweinessig das Olivenöl. Die Verfahrensweise bleibt.

Auch die Grillsaison kann dank Bärlauch zu einem neuen Geschmackserlebnis werden. Hier findet Bärlauch seine Verwendung in Kräuterbutter. Und sollte man einmal zu viel gegessen haben, wirkt Bärlauch-Geist wahre Wunder. Die vielzählig zu findenden Rezepte und die einfache Handhabung von Bärlauch machen Lust aufs Ausprobieren. Doch wie bei vielen anderen Dingen gilt auch hier: Genuss in Maßen, sonst kann man der Wiederentdeckung schnell überdrüssig werden.

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